Ein
gigantisches Ereignis wird verkündet. Die einzige Tochter
des Kaisers wird heiraten und alle fragen sich: was wird der Kaiser
anziehen?
Seit 20 Jahren trägt er
täglich neue Kleider, und jedes ist ausgefallener als das
andere. Doch nun die Heirat der Prin-zessin. Dazu kommt noch,
dass diese ihren angedachten Prinzen gar nicht haben will, obwohl
er nicht minderbemittelt ist, was aber nur die Finanzen betrifft.
Wo es Probleme gibt, finden sich auch immer
Leute, die helfen. Zwei pfiffige Kerlchen verstehen sich zwar
nicht auf die Schneiderei, haben aber eine tolle Idee, dem Kaiser
das Gold aus der Tasche zu ziehen. Wundervolle Stoffe wollen sie
daraus weben, so schön, dass nur die Klugen sie bewundern
und die Dummen rein gar nichts sehen. Der Kaiser ist be-geistert.
Kann er endlich feststellen, wer in seinem Reiche zu nichts taugt.
Also machen sich die Beiden an die Arbeit,
weben, fuchteln mit Nadel und Faden in der Luft herum und präsentieren
schließlich…..nichts…könnte man meinen,
aber wer will schon dumm sein. So berichten die Lakaien am Hofe
von der Pracht der edlen Tücher und auch der Kaiser ist,
nach anfänglichem Selbstzweifel, von den Kleidern fasziniert.
Nun kann die Hochzeit beginnen. Der Kaiser macht sich, unter dem
Jubel des Volkes, auf den Weg zur Kathedrale. Doch da wird er
nicht ankommen, denn ein kleines Mädchen ruft dazwischen
“der hat ja gar nichts an“. Die Menge johlt, der Kaiser
ergreift die Flucht, und die Prinzessin muss nicht den Deppen
aus dem Nachbarland heiraten.
Andersens zeitlose Gesellschaftssatire
mit ihrer einfachen geradlinigen Handlung bildet die ideale Grundlage
für ein temporeiches und humorvolles Theaterstück. Mit
fliegenden Rollenwechseln, witzigen Dialogen und Bezügen
zur Gegenwart ziehen die beiden Akteure ihr Publikum in den Bann.
Die Kinder sympathisieren mit den beiden Schlitzohren und amüsieren
sich über den grotesken Hofstaat mit ihrem Kaiser.
Wie Andersens Geschichten nicht für ein spezielles Alter
geschrieben wurden, sind auch die Stücke vom Theater 1+1
im besten Sinne Familientheater, leicht verständlich und
dennoch hintergründig und anspruchsvoll in Szene gesetzt.
Geeignet für Kinder ab
6 Jahren
Spieldauer ca. eine Stunde
Es spielen: Petra Nadolny +
Wolfgang Fiebig
Pressefotos |