Ein
Huhn, das goldene Eier legt, die Geldbörse, die niemals leer ist,
oder der Fisch, der einem alle Wünsche erfüllt. Ja das wäre schön.
Der arme Fischer Fritz fängt solch einen Fisch. Von nun an ist
das schöne, ruhige Leben im ollen Kutter allerdings vorbei, denn
seine Frau die Ilsebill hat grenzenlose Fantasie, wie das schöne
Leben aussehen könnte. Dabei denkt sie natürlich nur an sich selbst
und bekommt den Hals nicht voll. Ihr Reichtum wächst, doch mit
ihrer Umgebung geht es von nun an bergab. Das Meer tobt, und der
Fischer ist der Verzweiflung nahe. Als sie sich anschickt der
liebe Gott zu werden, reicht es dem Fisch, und er bringt sie dahin
zurück, wo die Beiden hingehören: in ihren alten Kutter.
Das Märchen vom Fischer und seiner
Frau ist eine Parabel auf immer mehr Habenwollen und Größenwahn.
Das Theater 1+1 hat daraus ein grotesk komisches Theaterstück
gemacht, dem man sich nicht entziehen kann. Durch die geradlinige
Handlung erlaubt es den kleinen Zuschauern trotz der komplexen
Symbolik aktiv dabei zu sein. Immerzu feuern die Kinder den Fischer
an, sich gegen seine herrschsüchtige Frau zu wehren. Als diese
zum Schluss auf einem drei Meter hohen Thron sitzt und Gott werden
will, protestieren diese lautstark und fordern die Wendung. Unterstützt
wird die Atmosphäre der bedrohlich werdenden Umwelt durch ungewöhnliche
Livemusik.
Geeignet für Kinder ab
5 Jahren
Spieldauer ca. eine Stunde
Es spielen: Petra Nadolny +
Wolfgang Fiebig
Pressefotos |